Radtour 2016

Kolping-Radler erleben den Strukturwandel im Ruhrgebiet vom Sattel aus

Um die Schönheit und Eigenart des nordwestlichen Ruhrgebietes kennenzulernen, hatte die Kolpingsfamilie Burgsteinfurt , unter der Leitung von Johannes Hülsey zu einer zweitägigen Männer-Radtour eingeladen.
Die radelnden Kolpinger erlebten am Wochenende auf rund 100 Kilometern, wie das industriell geprägte Landschaftsbild des Kohlenpotts sich aufgrund des Strukturwandels geändert hat. Durch Renaturierungsmaßnahmen, das Anlegen von Landschaftsparks mit Seen und durch neue Radwege auf den einstigen Erz- und Kohlebahntrassen ist das Ruhrgebiet eine grüne Oase mit Industriedenkmälern geworden. Die Radroute führte von Dinslaken aus, auf Teilstrecken Rotbachweg, Emscher Park Radweg , vorbei an der Bottroper RAG-Zeche Prosper-Haniel, die noch für zwei Jahre in Betrieb ist, in Richtung Duisburg. Dort steuerten die Ausflügler das stillgelegte Eisen-Hüttenwerk im Landschaftspark an. Es ist heute eines der wichtigsten Industriedenkmäler. Gleich nebenan bestaunten die Ausflügler ein großes Meisterwerk, die höchste Sandburg der Welt mit einer Höhe von 14,15 Metern.
Dann ging es über die Friedrich-Ebert-Brücke auf die linke Rheinseite weiter bis Orsoy, wo sie mit der Rheinfähre "Rheinfels" nach Walsum gelangten. Am zweiten Tag verdichtete sich die Wolkendecke am Himmel. Erste Regentropfen warnten die Radler von ihrem Stahlross abzusteigen und sich wetterfest zu kleiden. Die Tour war lange mit Regen und Gewitter begleitet, die immer wieder zu Pausen auf aufgeweichten Wegen zwangen. Auf der Route Industriekultur ging es über den Rhein-Herne-Kanal am Gasometer, dem Wahrzeichen von Oberhausen vorbei, bis das Einkaufszentrum Centro erreicht war. Als der Regen nachließ, radelte die Gruppe zum Ausgangspunkt zurück.